Die Qualifikation des Abgeordneten als öffentlicher Beamter: Kommentar zu Urteil Nr. 28227 vom 2023

Das Urteil Nr. 28227 vom 24. Mai 2023, eingereicht am 28. Juni 2023, hat wichtige Fragen zur Qualifikation als öffentlicher Beamter oder Beauftragter für öffentliche Dienste aufgeworfen, insbesondere für die italienischen Abgeordneten, die an der Parlamentarischen Versammlung des Europarats teilnehmen. Diese Entscheidung, die vom Kassationsgericht erlassen wurde, hebt hervor, wie die legislative und politische Tätigkeit eines Abgeordneten, der seine Kammer vertritt, als von öffentlichem Interesse angesehen werden kann.

Die Relevanz der Qualifikation als öffentlicher Beamter

Gemäß Artikel 357 des italienischen Strafgesetzbuches wird die Qualifikation als öffentlicher Beamter jenen Personen zuerkannt, die eine legislative oder politische Funktion ausüben. Das Gericht hat in seiner Analyse erklärt, dass die italienischen Abgeordneten, wenn sie an den Aktivitäten des Europarats teilnehmen, solche Funktionen ausüben und sie somit in vollem Umfang als öffentliche Beamte gelten. Dies impliziert, dass die illegalen Handlungen eines Abgeordneten, sofern sie im Rahmen dieser Aktivitäten stattfinden, gemäß den Grundsätzen des Strafrechts beurteilt werden können.

Italienischer Abgeordneter, der Teil der Delegation beim Europarat ist - Qualifikation als öffentlicher Beamter oder Beauftragter für öffentliche Dienste - Konfigurierbarkeit - Vorhandensein - Sachverhalt. Die Tätigkeit des italienischen Abgeordneten, der als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Vertretung seiner Kammer fungiert, ist als Tätigkeit eines öffentlichen Beamten gemäß Art. 357 StGB für die Ausübung legislative und politische Funktionen oder zumindest als Beauftragter für öffentliche Dienste gemäß Art. 358 StGB für die Erfüllung von Aufgaben von öffentlichem Interesse qualifizierbar.

Die Implikationen des Urteils

Das Gericht hat auch die Frage der Einziehung des Erlöses aus der Straftat im Kontext eines Falls von funktionaler Korruption behandelt und das Verhalten eines Abgeordneten als verjährt erklärt. Es ist bemerkenswert, dass das Gericht ausgeschlossen hat, dass die strafrechtliche Relevanz des dem Abgeordneten zugeschriebenen Verhaltens durch die Aufnahme des Absatzes Nr. 5-quater in Artikel 322-bis des Strafgesetzbuches, die durch das Gesetz Nr. 3 vom 9. Januar 2019 erfolgt ist, beeinflusst wurde. Dieser Absatz hat die Strafbarkeit für Mitglieder internationaler Gremien erweitert, aber das Gericht hat entschieden, dass das Verhalten des Abgeordneten außerhalb dieses Rahmens bleibt.

  • Qualifikation als öffentlicher Beamter für italienische Abgeordnete
  • Öffentliches Interesse der legislativen Funktionen
  • Implikationen für Korruption und Verjährung

Schlussfolgerungen

Zusammenfassend stellt das Urteil Nr. 28227 vom 2023 einen wichtigen Meilenstein bei der Definition der Qualifikation als öffentlicher Beamter für italienische Abgeordnete in internationalen Kontexten dar. Es klärt nicht nur die strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Abgeordneten, sondern auch ihre Rolle innerhalb der europäischen Institutionen und hebt die Bedeutung von Transparenz und Rechtmäßigkeit in der Tätigkeit derjenigen hervor, die die öffentlichen Interessen vertreten. Künftige Rechtsprechung könnte diese Bereiche weiter klären und definieren und die Verantwortung der Vertreter bei der Verfolgung des kollektiven Interesses immer deutlicher machen.

Rechtsanwaltskanzlei Bianucci