Kommentar zu Urteil Nr. 19028 vom 2024: Pressefreiheit und Verleumdung

Das Urteil Nr. 19028 vom 11. Juli 2024, erlassen vom Kassationsgericht, behandelt ein Thema von großer Bedeutung im italienischen Rechtssystem: das empfindliche Gleichgewicht zwischen dem Recht auf Berichterstattung und dem Schutz des Ansehens anderer. Diese Entscheidung, die die von C. (C. V.) gegen P. (F. U.) eingelegte Beschwerde zurückweist, klärt die Bedingungen, unter denen ein Journalist von der Ausnahme des Rechts auf Berichterstattung profitieren kann, insbesondere wenn die Informationsquelle investigativer oder gerichtlicher Natur ist.

Das Recht auf Berichterstattung und die Verleumdung

Nach der in dem Urteil formulierten Maxime befreit die rechtmäßige Ausübung des Rechts auf Berichterstattung den Journalisten von der Verpflichtung, die Glaubwürdigkeit der Informationsquelle zu überprüfen, sofern diese von zuständigen Behörden stammt. Es ist jedoch entscheidend, dass der Journalist die Entwicklung der Nachricht zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung überprüft, um die vermeintliche Wahrheit der Nachricht selbst zu gewährleisten. Mit anderen Worten, die Wahrheitserklärung ist nicht automatisch und erfordert eine kontinuierliche Aktualisierung.

Verleumdung durch Presse - Ausübung des Rechts auf Berichterstattung - Investigative oder gerichtliche Informationsquelle - Vermutete Wahrheit der Nachricht - Konfigurierbarkeit - Bedingungen - Überprüfung der Entwicklung der Nachricht zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung - Notwendigkeit. Im Bereich der zivilrechtlichen Verantwortung für Verleumdung, wenn die rechtmäßige Ausübung des Rechts auf Berichterstattung den Journalisten von der Verpflichtung befreit, die Glaubwürdigkeit der Informationsquelle zu überprüfen, sofern diese von der Ermittlungs- oder Gerichtsbarkeit stammt, zwingt die Anwendbarkeit der Ausnahme des Rechts auf Berichterstattung, zumindest vermeintlich, ihn dazu, die Wahrheit der Nachricht zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung umfassend und spezifisch zu überprüfen, durch eine notwendige zeitliche Aktualisierung.

Die Auswirkungen des Urteils

Dieses Urteil stellt einen wichtigen Schritt in der italienischen Rechtsprechung dar und hebt hervor, wie der Journalist eine aktive Überprüfung der Nachrichten durchführen muss, auch wenn diese von als zuverlässig erachteten Quellen stammen. Dies impliziert, dass die Informationsprofis ständig über die von ihnen behandelten Nachrichten informiert sein müssen, um die Richtigkeit der verbreiteten Informationen zu gewährleisten. Die Implikationen sind vielfältig, sowohl für Journalisten als auch für die Nachrichtenredaktionen, die sorgfältig über die veröffentlichten Nachrichten wachen müssen.

  • Notwendigkeit der Aktualisierung von Informationen.
  • Rechtliche Risiken bei der Verbreitung nicht verifizierter Nachrichten.
  • Wichtigkeit der beruflichen Verantwortung im Journalismus.

Fazit

Zusammenfassend stellt das Urteil Nr. 19028 vom 2024 eine wichtige Reflexion über die Verantwortung der Journalisten im Kontext des Rechts auf Berichterstattung dar. Es hebt die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Aktualisierung und Überprüfung von Nachrichten hervor, um die Verbreitung potenziell verleumderischer Informationen zu vermeiden. Dieses Gleichgewicht zwischen Pressefreiheit und Schutz des Ansehens ist entscheidend, um eine korrekte und verantwortungsvolle Information in unserer Gesellschaft zu gewährleisten.

Rechtsanwaltskanzlei Bianucci