Kommentar zu Urteil Nr. 45230 von 2024: Das Verbrechen der Geldwäsche und seine Konfigurationen

Das kürzlich ergangene Urteil Nr. 45230 vom 26. November 2024, erlassen vom Oberlandesgericht Mailand, bietet bedeutende Denkanstöße zum Thema Geldwäsche. Insbesondere hat das Gericht festgestellt, dass das Verhalten von Personen, die Geld aus illegaler Herkunft erhalten und es an Dritte übertragen und übergeben, das Verbrechen der Geldwäsche erfüllt, auch ohne dass eine Umwandlung stattfindet. Dieses rechtliche Prinzip ist von grundlegender Bedeutung, da es die Modalitäten klärt, durch die das Phänomen der Geldwäsche im aktuellen Kontext zum Ausdruck kommt.

Die Konfiguration des Verbrechens der Geldwäsche

Laut dem Gericht hängt die Konfigurierbarkeit des Verbrechens der Geldwäsche von verschiedenen Faktoren ab. Der Leitsatz des Urteils lautet:

Geldwäsche - Übertragung des Geldes an einen anderen Ort und Übergabe des Geldes an Dritte - Konfigurierbarkeit des Verbrechens - Gründe. Das Verbrechen der Geldwäsche erfüllt das Verhalten von Personen, die, nach Erhalt von Geld aus krimineller Herkunft, obwohl sie keine Umwandlungsaktivitäten durchführen, es von einem Ort an einen anderen transportieren und es Dritten übergeben, da die Identifizierung der illegalen Herkunft dieses Vermögens dadurch erschwert wird, angesichts seiner Fungibilität, der Nichtverfolgbarkeit der Transportoperation sowie des veränderten räumlichen und zeitlichen Kontexts, in dem die Mittel wieder auftauchen und deren Bezug zu einer völlig anderen Person, die das Verbrechen begangen hat, dessen Ertrag dies darstellt.

Dieser Abschnitt hebt hervor, wie die einfache Bewegung von Geld illegale Operationen verbergen kann, was die Identifizierung seiner illegalen Herkunft erschwert. Die Fungibilität des Geldes, zusammen mit der Schwierigkeit der Nachverfolgbarkeit der Transaktionen, schafft einen fruchtbaren Boden für Geldwäsche, die oft in komplexen und vielschichtigen Kontexten stattfindet.

Die normativen und rechtlichen Implikationen

Die maßgebliche Gesetzgebung, vertreten durch Artikel 648 bis des Strafgesetzbuches, definiert das Verbrechen der Geldwäsche klar, doch es ist die Rechtsprechung, die die operativen Nuancen dieses Verbrechens klärt. Das Gericht hat auf frühere Urteile verwiesen und eine konsistente Auslegungslinie bekräftigt, die die Übertragung und Übergabe von illegalem Geld als relevante Handlungen für die Konfiguration des Verbrechens betrachtet. Unter den Verweisen können genannt werden:

  • Urteil Nr. 23774 von 2020
  • Urteil Nr. 21925 von 2018
  • Urteil Nr. 46754 von 2018
  • Urteil Nr. 46319 von 2016

Diese Urteile tragen dazu bei, ein klares und konsistentes rechtliches Rahmenwerk zu skizzieren und zu betonen, dass jedes Verhalten, das darauf abzielt, die illegale Herkunft des Geldes zu verbergen, ein Verbrechen darstellen kann.

Schlussfolgerungen

Das Urteil Nr. 45230 von 2024 stellt einen weiteren Fortschritt im Kampf gegen die Geldwäsche dar und klärt, wie auch einfache Aktionen des Transports und der Übergabe von Geld das Verbrechen integrieren können. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass jeder, der im rechtlichen und finanziellen Sektor tätig ist, die Bedeutung der Nachverfolgbarkeit und der Herkunft der Mittel versteht, um strafrechtliche Verantwortlichkeiten zu vermeiden. In einem globalen Kontext, in dem Geldwäsche immer raffinierter wird, bietet die Auslegung des Gerichts wertvolle Anregungen für eine effektive Präventions- und Bekämpfungsmaßnahme.

Rechtsanwaltskanzlei Bianucci