Urteil Nr. 27826 von 2024: Der kausale Zusammenhang zwischen Asbestexposition und Tod des Arbeitnehmers

Das recente Urteil Nr. 27826 des Kassationsgerichts, verkündet am 12. Juli 2024, hat wichtige Fragen zur Feststellung des kausalen Zusammenhangs zwischen Asbestexposition und den damit verbundenen Erkrankungen aufgeworfen, insbesondere im Kontext des Todes von Arbeitnehmern. Der zu prüfende Fall, der den Angeklagten G. P. betrifft, hat zu einer vertieften Reflexion über die Notwendigkeit geführt, nicht nur wissenschaftliche Beweise, sondern auch statistische Gesetze zu berücksichtigen, wenn kein direkter kausaler Beweis vorliegt.

Der Kontext des Urteils

Das Gericht hat die Entscheidung des Berufungsgerichts Turin teilweise aufgehoben und die Bedeutung einer rigorosen Analyse der Dauer und Intensität der Asbestexposition für jeden einzelnen Fall hervorgehoben. Die Argumentation basiert auf der Theorie des beschleunigenden Effekts des onkogenen Prozesses, die nahelegt, dass Asbest nicht nur Krankheiten verursachen, sondern auch das Auftreten bereits bestehender Erkrankungen beschleunigen kann.

  • Anwendung des statistischen Gesetzes zur Nachweisführung des kausalen Zusammenhangs.
  • Überprüfung der Inzidenzrate von Krankheiten im Verhältnis zur Exposition.
  • Berücksichtigung der unterlassenen Handlungen und deren Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit.
Kausaler Zusammenhang im Falle des Todes des Arbeitnehmers infolge von Erkrankungen im Zusammenhang mit Asbestexposition - Statistisches Deckungsgesetz - Anwendbarkeit - Bedingungen - Sachverhalt. Die Feststellung des kausalen Zusammenhangs zwischen Asbestexposition und dem Tod des Arbeitnehmers kann, in Abwesenheit eines universellen wissenschaftlichen Deckungsgesetzes, auf der Grundlage eines statistischen Gesetzes erfolgen, vorausgesetzt, es wird die Verwirklichung des Effekts des Auftretens der Krankheit in einem bestimmten Prozentsatz der geprüften Fälle überprüft, gemäß einem logischen Verfahren, das auf prozessual erhobenen Indizien basiert und in den einzelnen Hypothesen einheitlich betrachtet wird, geeignet, um zu einer Bewertung mit hoher rationaler Glaubwürdigkeit zu führen. (Sachverhalt bezüglich der Anwendung der Theorie des beschleunigenden Effekts des onkogenen Prozesses und der kumulativen Dosis bei langanhaltender Asbestexposition, in dem das Gericht die angefochtene Entscheidung aufhob, weil die tatsächliche kausale Inferenz hinsichtlich der Dauer und Intensität der Asbestexposition für jede der Opfer, die das Auftreten und die Progression von Pleuramesotheliom oder Lungenkrebs beschleunigen kann, nicht überprüft wurde, und die unterlassenen Handlungen, die in einem bestimmten Zeitraum der Exposition enthalten sind, wirksam sind).

Praktische Implikationen des Urteils

Dieses Urteil stellt einen entscheidenden Schritt zum Schutz der Rechte von Arbeitnehmern dar, die Asbest ausgesetzt waren. Es unterstreicht, dass es auch in Abwesenheit unwiderlegbarer wissenschaftlicher Beweise möglich ist, den kausalen Zusammenhang durch logisches Denken und statistische Analyse nachzuweisen. Dieser Ansatz bietet eine neue Perspektive für die Opfer von toxischen Expositionen und deren Familien, die oft mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert sind, die Verantwortung der Arbeitgeber nachzuweisen.

Fazit

Das Urteil Nr. 27826 von 2024 lädt zu einer tiefen Reflexion über die rechtliche Verantwortung im Falle von Asbestexposition ein. Es stellt fest, dass das statistische Gesetz ein valides Instrument zur Feststellung des kausalen Zusammenhangs bieten kann und den Weg zu mehr Gerechtigkeit für diejenigen eröffnet, die unter unsicheren Arbeitsbedingungen gelitten haben. Die Institutionen sollten diese Hinweise in Betracht ziehen, um den Schutz der Arbeitnehmer zu verbessern und sicherzustellen, dass ähnliche Fälle mit der Ernsthaftigkeit und Aufmerksamkeit behandelt werden, die sie verdienen.

Rechtsanwaltskanzlei Bianucci