Schadenersatz für den Verlust der familiären Beziehungen: Kommentar zur Verordnung Nr. 761 vom 2025

Die kürzlich ergangene Verordnung Nr. 761 vom 12. Januar 2025 des Kassationsgerichts liefert wichtige Klarstellungen zur Festsetzung des Schadensersatzes für den Verlust der familiären Beziehung. Diese Art von Entschädigung ist besonders heikel, da sie das moralische Leiden und die Beeinträchtigung der familiären Beziehungen infolge des Todes eines Angehörigen betrifft. Das Gericht hat die Bedeutung einer angemessenen Begründung durch den Richter hervorgehoben, insbesondere wenn Tabellen zur Festsetzung des Schadens verwendet werden.

Der Kontext des Urteils

Der Fall betraf R. (S. G.) und A. (M. A. A.) und führte zur Bewertung der gerechten Festsetzung des Schadens, den die Angehörigen nach dem Tod eines ihrer Verwandten erlitten hatten. Das Berufungsgericht hatte zunächst den im ersten Grad festgelegten Betrag reduziert und sich lediglich auf einen durchschnittlichen Tarifwert bezogen, ohne die verwendeten Berechnungselemente zu klären. Dies warf Fragen zur Richtigkeit der Entscheidung auf.

Die Maxime des Urteils

Im Allgemeinen. Bei der gerechten Festsetzung des Schadens für den Verlust der familiären Beziehung, in seinen Komponenten des subjektiven moralischen Leidens und der dynamisch-relationalen Beeinträchtigung infolge des Todes des Angehörigen, ist der Richter, wenn er das tabellarische Instrument verwendet, verpflichtet, in der Begründung die verwendeten Berechnungselemente anzugeben, um den durchgeführten Weg zur Erzielung einer Festsetzung, die den Beweisfaktoren, auch von vermutender Natur, die im Verlauf des Verfahrens zutage traten, entspricht, deutlich zu machen. (Im vorliegenden Fall hat das Kassationsgericht das angefochtene Urteil aufgehoben, das den im ersten Grad an die Angehörigen festgelegten Betrag innerhalb des "durchschnittlichen Tarifwertes" reduziert hatte, ohne anzugeben, auf welche Ausgabe der vom Zivile Justizobservatorium in Mailand erstellten Tabelle verwiesen wurde, und ohne die angeordnete Reduktion zu begründen, angesichts der anerkannten Intensität des familiären Bandes).

Die Bedeutung der Begründung

Das Kassationsgericht hat klargestellt, dass, wenn ein tabellarisches Instrument zur Festsetzung des Schadens verwendet wird, der Richter eine angemessene Begründung liefern muss. Dies umfasst die Angabe der verwendeten Berechnungselemente und eine Erklärung des logischen Weges, der zur endgültigen Entscheidung geführt hat. Das Fehlen solcher Details kann zur Aufhebung des Urteils führen, wie im vorliegenden Fall geschehen.

  • Bedeutung der Begründung für die Transparenz der Festsetzung.
  • Notwendigkeit, die verwendete Tabelle für die Berechnung anzugeben.
  • Anerkennung der Intensität des familiären Bandes als entscheidender Faktor.

Schlussfolgerungen

Zusammenfassend stellt die Verordnung Nr. 761 vom 2025 einen wichtigen Fortschritt zum Schutz der Rechte der Angehörigen von Opfern tödlicher Unfälle dar. Das Kassationsgericht hat bekräftigt, dass die Festsetzung des Schadens für den Verlust der familiären Beziehung mit maximaler Transparenz und Begründung erfolgen muss. Dies gewährleistet nicht nur eine gerechte Justiz, sondern schützt auch die Rechte der Opfer und ihrer Angehörigen, indem sichergestellt wird, dass die gerichtlichen Entscheidungen auf klaren und verständlichen Beweisen basieren.

Rechtsanwaltskanzlei Bianucci