Kommentar zu dem Urteil Nr. 20633 vom 2024: gerechte Entschädigung und unangemessene Dauer des Verfahrens

Das Urteil Nr. 20633 vom 24. Juli 2024 stellt einen wichtigen Fortschritt zum Schutz der Rechte der Bürger in Bezug auf die Dauer der Justiz dar. Diese Verfügung des Kassationsgerichts hat sich mit einem Fall der gerechten Entschädigung für die unangemessene Dauer des Verfahrens befasst, ein Thema von entscheidender Bedeutung im italienischen und europäischen Rechtssystem. Das Gericht stellte fest, dass der Beschwerdeführer im Falle einer teilweisen Annahme des Entschädigungsantrags wählen muss, ob er den Liquidationsbeschluss zustellen oder Widerspruch einlegen möchte, um die Anerkennung der nicht anerkannten Anträge zu erreichen.

Der Kontext des Urteils

Die zentrale Frage des Urteils betrifft das Recht auf gerechte Entschädigung, das im Gesetz Nr. 89 von 2001, auch bekannt als Pinto-Gesetz, vorgesehen ist. Dieses Gesetz ermöglicht es den Bürgern, eine Entschädigung zu beantragen, falls die Dauer eines Verfahrens unangemessen ist. Das Urteil stellt jedoch klar, dass der Beschwerdeführer, falls der zugesprochene Betrag unter dem beantragten liegt, vor einem Dilemma steht. Er muss entscheiden, ob er den vorgeschlagenen Betrag akzeptiert, mit dem Risiko, die nicht anerkannten Anträge als abgelehnt zu betrachten, oder ob er Widerspruch einlegt, um die Möglichkeit offen zu halten, das nicht Anerkannte zu beanspruchen.

Die Auswirkungen der Entscheidung

Die Leitsätze des Urteils lauten:

Antrag auf gerechte Entschädigung wegen unangemessener Dauer des Verfahrens - Teilweise Annahme - Konsequenzen. Im Bereich der gerechten Entschädigung, wenn der Liquidationsbeschluss der Entschädigung für die unangemessene Dauer des Verfahrens für einen Betrag erlassen wird, der unter dem beantragten liegt, steht der Beschwerdeführer vor der Wahl, entweder diesen zuzustellen, was einer Zustimmung zur teilweisen Ablehnung des Antrags gleichkäme, oder Widerspruch gemäß Art. 5-ter des Gesetzes Nr. 89 von 2001 einzulegen, um die Anerkennung der nicht anerkannten Anträge zu erreichen, ohne jedoch in diesem Fall die Zustellung des Widerspruchs und des Beschlusses vorzunehmen - was den Widerspruch unzulässig machen würde - und vielmehr, den Widerspruch innerhalb der Frist gemäß Art. 5-ter, Absatz 1, des genannten Gesetzes einzureichen.
  • Der Beschwerdeführer kann wählen, den Beschluss zuzustellen und die teilweise Entschädigung zu akzeptieren.
  • Oder er kann entscheiden, Widerspruch einzulegen, um die Anerkennung der nicht anerkannten Anträge zu erreichen, und dabei spezifische Verfahren zu befolgen.
  • Die Entscheidung, Widerspruch einzulegen, erfordert Aufmerksamkeit, da die Zustellung des Widerspruchs diesen unzulässig machen würde.

Dieses Urteil ist entscheidend, da es die Verfahren und die verfügbaren Optionen für diejenigen, die sich in einer Situation der teilweisen Annahme des Antrags auf gerechte Entschädigung befinden, klarstellt. Es bietet den Bürgern einen klaren Rahmen, wie sie vorgehen können und welche Risiken mit jeder Option verbunden sind.

Fazit

Zusammenfassend bietet uns das Urteil Nr. 20633 von 2024 eine wichtige Überlegung zum Schutz der Rechte der Bürger im Bereich der Justiz. Es unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Handhabung der Anträge auf gerechte Entschädigung und der rechtlichen Verfahren, damit die Rechte derjenigen, die unter Verzögerungen in der Justiz leiden, stets respektiert werden. Diese Verfügung klärt nicht nur die Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten für die Beschwerdeführer, sondern hebt auch die Bedeutung eines Rechtssystems hervor, das die grundlegenden Rechte respektiert, im Einklang mit den Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Rechtsanwaltskanzlei Bianucci